Erfahrung schon seit 1983
Für
Mitglieder
gesetzlicher Krankenkassen
bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater
Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt.
Die Klinik ist auch beihilfefähig.
MORTON-NEURALGIE
Morton Neuralgie,
Interdigitalisneuralgie (ICD
G57.6)
Manche Autoren schreiben die Krankheitsbezeichnung "Morton-Neuralgie" auch ohne Bindestrich (Morton Neuralgie) oder verwenden für diese Krankheit andere Begriffe: Morton-Syndro m, Morton-Metatarsal gie, In terdigitalneuralgie und Interdigital isneuralgie..
Bei der Morton-Neuralgie, eine sog. Metata rsal gie, handelt es sich um ein Kompressionssyndrom, genauer gesagt um ein Nervenkompressionssyndrom (= ein Krankheitszeichen, das durch mechanischen Druck entsteht) der Plantarnerven (Nn. plantaris medialis et lateralis bzw. N. digitales) (= Nerven im Bereich der vorderen Fußsohle, End äste des N. tibialis) bevorzugt zwischen den Zehen III und IV, aber auch zwischen II und III. Dabei entstehen Neurome (= schmerz hafte, spindelförmigen Auftreibung der beteiligten Nerven). Die Histologie (= Feingewebsuntersuchung) zeigt eine Fibrosierung (= krankhafte Bindegewebsvermehrung) bei chronischer Ischämie (= Minderdurchblutung infolge einer Durchblutungsstörung).
Beklagt werden vorwiegend brennende, meist
anfallsartig auftretende
Schmerzen im
Bereich der vorderen
Mittelfuß
knochen mit
Ausstrahlung in die Nachbar
zehen. Druck auf
die (mehr vordere) Fu
ßsohle wirkt
schmerz auslösend bzw.
deutlich
schmerz
verstärkend.
Ursächlich ist eine durch mechanischen Druck verursachte Nervenreizung, hpts.
bei Sen
k-/Sp reiz
fuß.
Therapie bei Morton-
Neuralgie:
Zunächst wird der Orthopäde bei Sen
k-/Sp
reizfuß geeignete Schuheinlagen
verordnen.
Bei richtig anfallsartigem Beschwerdecharakter im Sinne einer echten
Neuralgie ist die
Verordnung eines Antikonvulsivums
(= ein Mittel gegen die
Fallsucht, aber auch bei anfallsartigen
Schmerzen wirksam)
angezeigt. Als erste Mittel der Wahl gelten heute Gabapentin oder Pregabalin,
als 2. Wahl Carbamazepin. Die
Kombination mit Baclofen hilft Gabapentin
bzw. Pregabalin oder Carbamazepin
einzusparen.
Ansonsten können
zunächst (vorwiegend) peripher wirkende
Analgetika
(=
Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken)
eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale
Antirheumatika
(=
Rheuma
mittel),
aus dieser Gruppe möglichst lang wirkende und
magen
schonende wie z.B.
Meloxicam. Besonders magenschonend sind die sog. COX-2 Inhibitoren, z.B.
Parecoxib oder Etoricoxib,
allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden
zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib und Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon
andere Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Spezielle Schmerztherapie bei Morton Neuralgie:
Leider erweist sich die
Morton-Neuralgie trotz dieser Maßnahmen bisweilen als sehr hartnäckig.
In diesen Fällen ist die therapeutische
Lokalanästhesie
(= Behandlung mit
einem örtlichen
Betäubungsmittel)in Form von einer wiederholten
Nervenblockade des Nervus tibialis (zwischen Innenknöchel und Ach
illessehne) mit jeweils 2-3 ml z.B.
Bupivacain 0,25-0,5% hilfreich.
Bei weiter bestehenden
Schmerzen kommt bei
der Morton-Neuralgie als nächst höhere Therapiestufe die
kontinuierliche Blockade
des Ischiasnervs
(= dieser Nerv versorgt auch
den Mitte
lfuß)
mit Katheter mit gutem Erfolg zum Einsatz.
Bei dieser Betäubungsmethode wird ein dünner Kunststoffschlauch (Katheter) an
der Rückseite des
Oberschenkel
s, knapp unterhalb des
Gesäß
es, dicht an den
Ischias
nerv eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche
Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird
über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der
vorangegangenen Dosis, das
Lokalanästhetikum
(=
örtliches Betäubungsmittel)
völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des
örtlichen Betäubungsmittels durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe
angeschlossen werden. Das
örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung
so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der
Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen zur
Verbesserung der Fußstatik (Stabilisierung des Längs- und Quergewölbes) möglich
bleiben.
Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit
hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung
auch die sog. vegetativen Nerven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche
Durchblutungssteigerung resultiert. Im Falle der Morton Neuralgie
ist diese Behandlungsmethode kausal (= gegen die Ursache gerichtet), da die
Nervenstörung ja
infolge einer verminderten Durchblutung entstanden ist und eine verbesserte
Durchblutung auch den Nervenzellstoffwechsel optimiert.
Die beschriebene, invasive (= in den Körper eindringende) Therapiemethode der speziellen Schmerztherapie setzt eine sehr gründliche fachärztliche Ausbildung voraus, weshalb sie nur in spezialisierten Einrichtungen angeboten werden kann. Insbesondere sind kontinuierliche Blockaden mittels eingepflanztem Katheter in Deutschland nur in ganz wenigen Schmerzzentren (Schmerzkliniken) durchführbar, so z.B. in Bad Mergen theim.
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Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.eu (einfach anklicken).
Laut den Ausführungen des Bundesministeriums für Gesundheit haben seit dem 1.4.2007 alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Quelle: Web-Seite der Bundesregierung und Brief des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen. Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05) und Hessen ((Az.: L 1 KR 2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen (eine Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst zu)).
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aktualisiert: >03.02.2008</> k u www.morton-neuralgie.de <strong>Interdigitalisneuralgie</strong>